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    Hanau: Neuer Standort entsteht für zwei Millionen Euro

    Der Standort wechselt, der Service bleibt – Opel Brass zieht ab März an die Oderstraße in Hanau.

    Hanau (cd). Die ersten Bagger rollen schon und bald wird die Baustelle an der Oderstraße komplett eingerichtet sein: Auf einem rund 7500 Quadratmeter großen Gelände in direkter Nachbarschaft zur neuen Feuerwache baut Opel Brass derzeit für zwei Millionen Euro seine neue Hanauer Niederlassung (der HA berichtete). Bis Ostern 2012 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Bereits ab Ende März ist Stück für Stück der Umzug aus der Eugen-Kaiser-Straße geplant, wo der Autohändler seit dem Jahr 2000 seinen Sitz hatte.

    Im HA-Gespräch am alten Standort erläutert Ulrich Brass, geschäftsführender Gesellschafter der Brass-Gruppe, gemeinsam mit dem Hanauer Geschäfts- und Verkaufsleiter Holger Reissmann die Umbaupläne. „Wir werden als Vollfunktionsbetrieb dort den gleichen Service wie bisher bieten, allerdings in einem frischen und modernen Gebäude.“ Dieses werde im unternehmenseinheitlichen Look erscheinen. „Die Gestaltung richtet sich nach den Vorgaben von Opel“, betont Brass.

    Auf dem Gelände an der Oderstraße, das früher der Einfahrtsbereich zur Hutier-Kaserne war, werden künftig alle 40 bisherigen Hanauer Mitarbeiter weiter beschäftigt. „Wenn das neue Autohaus entsprechend gut angenommen wird, könnte es in Zukunft weiteren Bedarf geben“, sagt der 55-jährige Enkel des Firmengründers Joseph Brass. Auch in Zukunft konzentriert sich das Unternehmen in Hanau auf den Vertrieb und Service von Fahrzeugen der Marke Opel. Außerdem wird der Service und Gebrauchtwagenverkauf für Fiat und Fiat-Nutzfahrzeuge fortgeführt. Die Verkaufsfläche bleibt mit 400 Quadratmetern etwa gleich groß wie im 30 Jahre alten Standort an der Eugen-Kaiser-Straße. Wie bisher wird es eine Werkstatt für Karosserie- und Lackarbeiten geben. Zusammen mit dem Bereich Mechanik und Elektrik sind dort 17 Mitarbeiter beschäftigt.

    „Wir schaffen wesentlich bessere Voraussetzungen für unsere Kunden“, macht Brass deutlich. „Wir haben dort viel mehr Parkplätze und befinden uns nicht mehr in einer verbauten und engen Situation wie bisher.“ Auch sei das alte Gebäude, das vor elf Jahren nach der Übernahme von Opel Schäfer weiterbetrieben wurde, mehr als 30 Jahre alt. „Hier wären umfangreiche Sanierungen notwendig, vor allem im energetischen Bereich“, betont der geschäftsführende Gesellschafter. Daher habe man schon länger nach einem neuen Standort Ausschau gehalten.

    Mehrere Optionen standen zur Auswahl – entschieden hat sich Brass schließlich für die Oderstraße. „Wir sind sehr zufrieden mit dem Standort, der sich in einem dynamischen Umfeld befindet“, erklärt er. Die Investition sei gleichermaßen ein Bekenntnis zu Hanau als Brass-Standort. „Wir fühlen uns hier zu Hause.“ Finanziert werde das neue Autohaus unter anderem über den Erlös der alten Immobilie an der Eugen-Kaiser-Straße. „Das Haus wird abgerissen, später soll ein Lidl-Markt entstehen“, schildert Brass.

    Das neue Autocenter hat Architekt Fritz Brönner aus Aschaffenburg geplant, wo Opel Brass seinen Hauptsitz hat. Als Generalunternehmer wurde die Firma Hörnig beauftragt, ebenso aus der Heimat des 76 Jahre alten Familienunternehmens. „Wir werden darauf drängen, dass möglichst viele Handwerker aus der näheren Umgebung zum Zug kommen“, erklärt Brass. Eine Herausforderung bei der Planung sei der Erhalt einiger alter Bäume gewesen. Auch die mehrere hundert Jahre alte Eiche im Norden der Fläche behält ihren Platz. „Dieser Bereich wird mit einem Wasserbecken ergänzt“, so der Firmenchef.

    Der Neubau des Autohauses passt zu den guten Unternehmenszahlen des letzten Jahres. Rund 360 Millionen Euro Umsatz konnte die Brass-Gruppe erwirtschaften. „Wir haben die Stückzahlen gegenüber dem Vorjahr gesteigert“, erklärt Ulrich Brass. Trotzdem könne man nicht von einem Boom sprechen. „Die Rekordzahlen der deutschen Autobauer sind vor allem Exporterfolge“, sagt Brass. In Hanau verkauft das Autohaus, das in der Rhein-Main-Region insgesamt an 26 Standorten vertreten ist, nach eigenen Angaben rund 500 Neuwagen pro Jahr.

    (Wiedergabe mit freundlicher Genehmigung des Hanauer Anzeigers)